Im Spannungsfeld
- Rosenberger+Company
- vor 2 Tagen
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| Dr. Michael Sohl, Partner und stellvertretender Geschäftsführer |
Reisen bildet und kann neue Impulse für die eigene Arbeit geben – das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe. Auch mein Urlaub in Italien war in dieser Hinsicht eine Art „Bildungsreise“, auf der ich einigen inspirierenden Persönlichkeiten „begegnet“ bin, wie dem italienischen Physiker Alessandro Volta, der 1745 in Como geboren wurde und 1827 auch dort gestorben ist. Er hat nicht nur die elektrische Spannung beschrieben, die Batterie erfunden und die Einheit „Volt“ geprägt, sondern lebte auch selbst in einem starken und gefährlichen Spannungsfeld – dem zwischen Wissenschaft, Kirche und Politik.
Als Schüler im Leistungskurs Physik habe ich „Volt“ nur mit Elektrizität in Verbindung gebracht – (noch) nicht mit Führung. Heute, nach einigen Jahren in Führungsverantwortung und als Coach, kenne ich die Spannungsfelder zwischen Menschen und Ergebnissen, zwischen Empathie und Klarheit sowie zwischen Wandel und Stabilität sehr gut.
Physikalisch ausgedrückt heißt Führung: Spannung aushalten und Energie weiterleiten ohne zu überhitzen. Dabei brauchen manche Systeme mehr Spannung, um in Bewegung zu kommen. Andere vertragen nur wenig Spannung, damit sie nicht kollabieren. Entscheidend ist der Ausgleich der von innen und außen auf das System wirkenden Kräfte.
Wie gut gelingt Ihnen aktuell der Spannungsausgleich in Ihrer Organisation? Und wie steht es dabei um Ihre persönliche Energiebilanz als Führungskraft? Zwischen welchen Polen ist die Spannung gerade zu hoch? Was kostet Sie zu viel Energie? Wie laden Sie Ihre innere Batterie wieder auf?





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