Blau und rau ist die Adria

| Dr. Bernhard Rosenberger, Inhaber und Geschäftsführer, Managing Partner |
Anfang September habe ich zur Verlängerung des Sommers mit meinem Sohn Florian, meinem Schwager Martin und dessen Sohn Tobias eine Bootstour entlang der adriatischen Küste und durch die Inselwelt Kroatiens unternommen. Unser Starthafen lag in der Nähe der schönen Stadt Split im Süden des Landes und sieben ereignisreiche Tage später liefen wir wohlbehalten wieder dort ein. Mit seinen komfortabel ausgestatteten 14 Metern und 13 Tonnen war unser Boot im wahrsten Sinne des Wortes eine “Wucht” und ganz schön anspruchsvoll zu manövrieren. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.
In dieser familiären Crew-Konstellation war es für uns alle eine Jungfernfahrt. Zumal mein Schwager und mein Neffe noch nie Boot auf dem offenen Meer gefahren waren, geschweige denn eines dieser Größe. Aber wir waren mutig genug, uns auf das Abenteuer einzulassen, und stellten schnell fest, was für ein gutes Team wir doch sind. Nach wenigen Stunden hatten wir uns eingespielt. Sei es beim Leinenlegen, Steuern, Kochen oder Spülen: Wir hatten stets viel Spaß, haben uns gegenseitig geholfen und dabei nie unsere Leichtigkeit verloren. Herausforderungen sind wir besonnen und ruhig begegnet – das ist an Bord eines Schiffes mindestens so wichtig wie im Arbeitsalltag.
Es hat nicht immer alles auf Anhieb geklappt – wir mussten das Funkgerät über den Maschinenraum neu starten, mit der neuartigen Joystick-Steuerung vertraut werden, und einmal waren unsere Wassertanks bedenklich leer –, aber bei Problemen haben wir uns beraten und gemeinsam eine Lösung gefunden. Als Belohnung gab es ein Ozujsko, ein leckeres kroatisches Bier.
Wenn uns auf unserem Törn ein Ort besonders gefallen hat, sind wir kurzerhand dort geblieben und haben so die Tage und Nächte oft in einsamen Buchten verbracht: Anker werfen, Motoren aus und dann über die absenkbare Badeplattform im Meer schwimmen gehen. Ein besonderes Highlight war der Ausflug in die Altstadt von Split mit ihren verwinkelten Gassen. Gerade die Gegend rund um den römischen Palast lockt mit guten Lokalen und festlicher Atmosphäre.
Mein Schwager und ich sind Frühaufsteher und so ist die schöne Tradition entstanden, sich in der Morgensonne an Deck zu treffen und zusammen den ersten Kaffee des Tages zu genießen. In mir wird beim Bootfahren immer ein großes Freiheitsgefühl geweckt.
Bei all der Insel-Idylle darf man den Respekt vor dem Meer jedoch nie verlieren. So haben wir auch plötzliche Wetterumschwünge erlebt, zum Glück meist in geschützten Häfen. Ich habe zwar bereits einige Erfahrung als Skipper und mein Sohn ebenfalls, aber auch wir haben manches Handicap erst nach dem Ablegen bemerkt. In der Marina haben wir bei der Übernahme des Bootes keine Einweisung bekommen und sind am nächsten Tag ziemlich selbstbewusst einfach in See gestochen. Das Losfahren war etwas, das ich nächstes Mal sorgfältiger vorbereiten würde.
Mit Überraschungen muss man während einer Bootsreise immer rechnen. Einen Rat kann ich noch mitgeben: Man darf sich nicht von wild gestikulierenden oder herumschreienden Hafenarbeitern aus dem Konzept bringen lassen, bei denen offenkundig kein entspanntes Gefühl aufkommt, obwohl sie den ganzen Tag aufs Meer schauen. Auch wenn sie sicherlich negative Erfahrungen mit Touristen machen, sollten sie doch jedem die Chance geben, zu lernen, wenn man zunächst mehrere Anläufe für das Anlegen braucht.
Aber warum schreibe ich hier über unsere Urlaubserfahrungen? Weil sie eine ganze Menge mit meiner Beratungsarbeit zu tun haben. So bediene ich mich im Business-Umfeld auch gern einiger Analogien und Sinnsprüche zu Wasser und zum Bootfahren. Eine Botschaft davon lautet: “Es kommt nicht darauf an, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt.” Wir sind zwar kein Segelboot gefahren, mussten uns aber auch immer wieder der Situation anpassen, den Kurs nachjustieren und unsere Entscheidungen überprüfen. Auch in Sachen Teambuilding hat diese Reise viel gebracht: Wir haben uns in dem engen Kreis an Bord noch besser kennengelernt und eine starke Vertrauensbasis aufgebaut.
Zusammenfassend kann ich sagen: Was für eine tolle Reise, von der wir noch lange zehren werden. Und wenn Sie und Ihr Team durch diesen Bericht inspiriert wurden, unterstützen wir von Rosenberger+Company Sie gerne bei Ihrer Teamentwicklung. Nehmen Sie uns als Skipper mit an Bord, um zu neuen Ufern aufzubrechen! Ob im realen Sinn (Teamentwicklung auf einem Schiff) oder im übertragenen Sinn (Teamentwicklung an Land, in- und outdoor).
Die Anfragen unserer Klienten zum Thema KI werden jetzt schon präziser. Heute im Call mit einem Klienten ging es um die Restrukturierung der PE und um eine neue PE-Strategie entlang einer neuen Unternehmensstrategie mit KI im Zentrum. Das geht schon eine Ebene tiefer und zeigt, dass die Zeit des bloßen Rumspielens mit KI vorbei ist.
In unseren jüngsten Gesprächen mit (potentiellen) Klienten ist zu spüren: Man hat einen Plan, man weiß mehr, man will mehr. Es gibt ganz klare Use-Case-Bilder – und wir haben unsere Hausaufgaben in Sachen KI gemacht. Bildung, ganz gleich ob Schule, Universität, Aus- oder Weiterbildung, wird in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle spielen. Wissen, bzw. der Umgang mit Wissen, wird immer wichtiger. Die Rollen in den Führungspositionen werden sich dementsprechend auch verändern – und da ist dann der Mensch gefragt. Es wird alles schneller, wilder, neuer … rennen wir mit.




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