„Unternehmerische Lücke“ schließen durch lebenslanges Lernen.


| Dr. Bernhard Rosenberger, Partner |


Wer in der globalisierten Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft mithalten will, muss Lebenslanges Lernen praktizieren. Dies gilt für das Individuum, damit es seine „Beschäftigungsfähigkeit“ bewahrt. Und es gilt für das Unternehmen, damit es seine „Zukunftsfähigkeit“ erhält. Ohne Aus- und Weiterbildung sowie konsequente Personalentwicklung gibt es letztlich keinen Erfolg auf den Märkten.

Und doch klafft am „Lernstandort“ Deutschland nicht nur eine Lücke zwischen Erkenntnis und Umsetzung, sondern auch zwischen Komfort- und Aufbruchsmentalität. Kurzum: Lebenslanges Lernen wird zu wenig als unternehmerische Aufgabe begriffen.

Am Beispiel „Seminare“ wird deutlich, welche fünf „Denkrichtungen“ grundsätzlich anzutreffen sind:

1. Seminare als Allheilmittel: „Bitte nennen Sie mir ein Konfliktseminar. Mein Gruppenleiter hat ein Problem mit seinem Team; er braucht dringend Unterstützung“. Man braucht also nur das passende Seminar und schon ist ein bestimmtes Defizit behoben. In diesem Fall war jedoch ein Teamworkshop die geeignetere Methode.

2. Seminare als Motivationswerkzeug: „Mein Mitarbeiter will Karriere machen. Schicken wir ihn doch mal auf ein Führungsseminar.“ Dies ist eine typische Aussage innerhalb